Nina Hattinger mit dem renommierten List Förderpreis 2019 ausgezeichnet

Die Einführung von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in immer mehr deutschen Städten verunsichern auch österreichische AutofahrerInnen, da sie nicht vom Parlament beschlossen werden können, sondern von den Ländern, Städten und Gemeinden. Auch fragen sich viele österreichische AutofahrerInnen, ob eine Verbannung von Dieselautos in österreichischen Städten möglich ist.

Nina Hattinger beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit im Studiengang Logistik & Transportmanagement mit der "Zulässigkeit von Diesel - Fahrverboten vor dem Hintergrund der verfassungsmäßig gewährleisteten Grundrechte". Für ihre herausragende Arbeit dieses hochaktuellen Themas wurde sie mit dem renommierten List Förderpreis 2019 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Nina Hattinger hält den List Förderpreis 2019

Politische AkteurInnen diskutieren noch Sinnhaftigkeit von Diesel-Fahrverbot

Laut Hattinger kommt den rechtlichen Grundlagen in der Diskussion der politischen AkteurInnen eine besondere Bedeutung zu, da noch keine Einigkeit über Diesel-Fahrverbote herrscht.

Sie analysiert in ihrer Masterarbeit Gesetze, die in Frage kommen, wie EU-Richtlinien und Verordnungen, das Immissionsschutzgesetz Luft und das Klimaschutzgesetz, in ihrem Verhältnis zu den garantierten Grundrechten in der österreichischen Verfassung. Denn ein Abwägen zwischen öffentlichem Interesse und einem möglichen Verstoß gegen Grundrechte ist notwendig.

Erlass eines Fahrverbots ohne Verletzung der Grundrechte möglich

So kommt Hattinger zum Schluss, dass Städte oder Länder zwar ein Fahrverbot erlassen können, jedoch nur, soweit dadurch im Einzelfall nicht Grundrechte auf Erwerbsfreiheit, Eigentum oder Gleichheit vor dem Gesetz verletzt werden.

Wir gratulieren Mag.a Nina Hattinger herzlich zur Auszeichnung mit dem List Förderpreis 2019 und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Hier geht´s zum Beitrag „List Förderpreis 2019“

Der Förderpreis der List Group

Die List Group, ein führender österreichischer Betreiber von Parkgaragen in Österreich, Deutschland, Ungarn, Slowenien und Kroatien, schreibt ihren Förderpreis für Beiträge zur Verbesserung der städtischen Verkehrs- und Parkraumsituation seit 2007 (www.list-group.at/foerderpreis) aus. Ziel der privaten Initiative ist es, Studenten, Kreative und junge Wissenschafter zur Beschäftigung mit dem Thema Stadtverkehr zu motivieren. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen. Der Jury gehören führende Fachleute für Verkehrsplanung, Parkgaragen, des ÖAMTC, der Wirtschaftskammer, der Stadt Wien und ein Kommunikationsfachmann an.

Einreichschluss für den List Preis 2020 ist der 6. Dezember 2019.

 

Zur Übersicht